Rundgang durch das Logenmuseum 
     
   
Der 24-seitige Museumsführer enthält neben massiver antifreimaurerischer Propaganda auch eine relativ sachlich gehaltenen Beschreibung des Rundgangs durch das Logenmuseum. 
 

Rundgang:

 


 


Erdgeschoß

Im Erdgeschoß wird der Festsaal gezeigt, in dem wiederum die drei großen Fenster interessieren. Sie stellen die drei  Grade (Johannis-Meister, Geselle, Lehrling) symbolisch dar. Im kleinen Festsaal befindet sich ein großes Bild "Sphinx".
 
 
 
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Treppenaufgang

Im Treppenaufgang befinden sich zwei große Glasmalereien mit freimaurerischen Sinnsprüchen, die von ehemaligen Mitgliedern der Loge gestiftet wurden. Rechts befinden sich die beiden Originalteppiche der Loge "Zur Harmonie", die aus der Gründungszeit (1799) stammen und ebenso die drei darunter befindlichen Säulen (Weisheit, Schönheit und Stärke). Links sind zwei Teppiche aus der Loge "A......." Weimar (gegr. 24.10.1764) angebracht. Der linke Teppich, ein Meisterteppich, ist ein besonders wertvolles gewebtes Stück. Im oberen Treppenabsatz befinden sich noch drei Original blattvergoldete Meisterstühle der Loge "Apollo" Leipzig, sowie ein Schottenteppich, 4 Andreassäulen, 3 alte Logensäulen, 1 Bild der Loge "Zur ..." in Pirna a. d. Elbe.
 
 
 
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1. Obergeschoß: Ritualräume




Vorbereitungszimmer

Ein einfacher, schwarz ausgeschlagener Raum, in dem sich ein Tisch mit einer aufgeschlagenen Bibel, ein Kerzenleuchter, ein S...., ein Stundenglas und ein Totenkopf befinden. Dieser Raum dient zur Aufnahmevorbereitung.

Zum besseren Verständnis wird auch die Aufnahmezeremonie geschildert:
 
 
 
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Vorraum

Im Vorraum mußten sich die von anderen Logen kommenden Brüder ausweisen. Dies geschah durch Abgeben des Logenpasses und Nennung eines internationalen hebräischen Erkennungswortes. Im Vorraum selbst hatte bei Arbeiten in beiden Tempeln der diensthabende Bruder seinen Platz. Durch die Verwaltung des Museums wurden hier noch zwei Sphinxe aus Meißener Porzellan (aus der Loge "Zur Akazie", Meißen), zwei aus Holz geschnitzte Cherubime, ein Schottenlöwe, eine Gesetzestafel und eine Bundeslade, die dem Ritus der Schottenloge (4. Grad) angehören, angebracht. Diese Gegenstände fanden in der Symbolik der "Großen National-Mutter-Loge zu den 3 Weltkugeln" Verwendung. Auffallend ist bei dieser Loge die überaus große Anlehnung an die jüdische Symbolik wie allgemein in der Freimaurerei.

Rechts befindet sich eine Darstellung des Salomonischen Tempels in Jerusalem. Links ein Bild, die drei Grade der Johannismaurerei symbolisierend.
 
 
 
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Tempel (Arbeitssaal) 1. und 2. Grad 

Der Tempel wird durch die Pforte von Westen betreten. Mit dem Blick nach Osten ist in der Mitte des Raumes der Lehrlings- und Gesellenteppich, umgeben von den drei Säulen "Weisheit, Schönheit und Stärke" und im Hintergrund der Altar des Meisters vom Stuhl mit den Sitzen der zwei zugeordneten Meister vom Stuhl, zu sehen. Auf dem Altar liegen Bibel, Winkelmaß, Zirkel, Totenkopf, Schwert und Zylinder, die von drei Kerzenleuchtern umgrenzt werden. Diese bedeuten: Die Sonne, die den Tag bescheint, den Mond, der die Nacht bewacht und den Meister vom Stuhl, der die Loge regiert. Über dem Altar befindet sich als symbolische Darstellung des Freimaurerverbundes die weltumspannende Bruderkette mit dem flammenden Stern (Pentagram).

Genaue Beschreibung des Teppichs der Lehrlings- und Gesellenloge
 
 
 
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Meisterloge

Gegenüber der Lehrlings- und Gesellenloge liegt die Meisterraum (3. Grad Johannismeister).
Der Raum selbst ist dunkel gehalten, einer Grabhalle ähnlich und dient nur zur Beförderung in den erwähnten Meistergrad. In der Mitte des Raumes liegt der Meisterteppich, auch Tränenteppich genannt, der von drei Säulen oder von lebenden?Gerippen umgeben ist. In der Mitte des Teppichs ist der Sarg zu sehen (oder Polster), in (auf) den (das) der in den Meistergrad zu befördernde gelegt wird, nachdem er vorher durch drei Hammerschläge auf die Stirn und die beiden Schultern symbolisch getötet wurde. Dies geschieht in Anlehnung an die Adoniram-Legende (Adonir...f? war Baumeister des salomonischen Tempels und wurde von seinenGesellen erschlagen, weil er das von ihm geforderte Meisterwort (....) nicht preisgeben wollte.) Der in den Meistergrad Aufgenommene wurde also symbolisch ermordet, um dann bei der Wiedererweckung durch Wort, Griff und Zeichen das neue Meisterwort "Mac..........." zu erhalten. Auf dem Sarge selbst steht das alte Meisterwort in hebräischen Lettern. Die sonstigen Symbole der Meisterloge entsprechen denen der Gesellenloge.
 
 
 
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Andreasloge 

Neben der Gesellenloge (Tempel) befinden sich am Ausgang, links und rechts noch zwei einst hier nicht vorhandene Andreastempel, die durch die Logenverwaltung hier angefügt wurden. Die Andreasmaurerei (.ote.Maurerei) gehört zu einem anderen System (Große Landesloge der Freimaurer von Deutschland in Berlin) und arbeitet vom 4. bis 10. Grad (siehe Gradaufbau).

Links befindet sich die Andreas-Lehrlings-Gesellenloge (4. Grad), rechts die Andreas-Meisterloge (5. Grad). Die Andreas-Maurerei wurde zuerst im Jahre 1736 in Schottland? gegründet, worauf sie sich bald in Frankreich verbreitete und dann  sehr früh über Schweden nach Deutschland gebracht wurde.
 
 
 
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Innerer Orient

Nach der Verfassung der "Großen Loge von Preußen, genannt zur Freundschaft" (Royal York) haben die in mehreren Orten befindlichen Inneren Oriente die Aufgabe, durch geeignete Unterweisung die Entstehung und geschichtliche Entwicklung aller Groß-Logensysteme alter und neuer Zeit unter ihren Mitgliedern zu verbreiten, insbesondere aber soll in ihren Arbeiten das Wesen des Bundes gegenüber den anderen ethischen und religiösen Gesellschaften klargestellt und ferngehalten werden, was dem innersten Wesen der Freimaurer fremd wäre. Ein Innerer Orient bildet eine engere Vereinigung der " ..............mitischer? Meister" (Angehörige der Inneren Oriente) genannten Brüder, er ist, auch wenn er sich nicht so nennt, ein Hochgrad, der im großen Ganzen der zweiten Abteilung (Andreasloge) der Großen Landesloge entspricht.

Die Mitgliedschaft wird lediglich durch Berufung erworben. Es kann? daher kein Brr. Freimaurer seine Aufnahme in den J. D. beantragen.

Auffallend ist hier das Hervortreten der Farben schwarz-rot-gold und die Verwendung der christlichen Symbole in Verbindung mit rein jüdischen Kultgegenständen, wie Bundeslade, Opferstein, Cherubime und des Wortes "Jehova" (der sogenannte unaussprechliche Name Gottes, daher in freimaurerischen Ritualen wiederholt für Gott: Ein .......? Wort).
 
 
 
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2. Obergeschoß: Museumsräume

Hier werden in reicher Fülle freimaurerische Gegenstände und Belehrungsstücke des In- und Auslandes gezeigt. Die Ausstellung umfaßt alle Grade, vom 1. bis zum 33. Grad, sämtliche Systeme, fast alle Logenabzeichen, ebenso eine Auswahl von Schürzen, Brust- und Halsbändern, sowie alte Urkunden vom 18. Jahrhundert bis zur Neuzeit.
 
 
 
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Ausstellungsraum 1.

Schaukasten Nr. 1

aus der "Großen Landesloge von Sachsen" sowie der Großloge "....Hamburg", Schürzen des 1., 2. und 3. Grades (Johannislogen).

Meisterschürzen der Loge "Zur Harmonie" in Chemnitz.

Ehrenmeisterschürzen für 25- und 50jähriges Maurerjubiläum.
 

Schaukasten Nr. 2

aus der Großloge "Zur Sonne" in Bayreuth, der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland" zu Berlin, der "Großloge von Preußen" genannt "Zur Freundschaft" in Berlin, sowie eine Anzahl Ehren- und Jubiläumsschürzen der Johannis Maurerei.
 

Schaukasten Nr. 3

aus der "Großen Nationalen Mutterloge", gen. "zu den drei Weltkugeln" Berlin, Abzeichen der Logenbeamten, Schottische Mitgliedsabzeichen? sowie Andreasschürzen des 4. und 5. Grades und eine Schottenschürze 4. Grades.
 

Schaukasten Nr. 4

1. Eine Anzahl von alten und neuen Andreaskreuzen (auf der Vorderseite ein zum Heile Judas gekreuzigter Andreas, auf der Rückseite im Dreieck in hebräischen Lettern das Wort "Adonai", der Name Jehovas, des Gottes der Juden).

2. Abzeichen der strikten Observanz (Templerorden).

3. Ausländische Logenabzeichen.

4. Das Großlogenabzeichen des Freimaurerbundes "Zur aufgehenden Sonne" (FZAS), sowie Ehrenmeisterschürzen aus England, Amerika, Indien und Australien.

5. Ein Brustschurz der strikten Observanz.
 

Schaukasten Nr. 5

1. Ehrenmeisterschürzen auf Leder gemalt, auf Seide mit Gold bestickt (Italien, Spanien, Frankreich usw.).

2. Eine Augenbinde für den aufzunehmenden Brr.

3. Perltaschen für Schürzen und Handschuhe der Brr.

4. Ein Logenmusikstab.

5. Eine Kniebinde.

6. Ehrenmeisterschärpen
 

Schaukasten Nr. 6

1. Halsbänder des 18. Grades (Hochgrad) aus Deutschland, Frankreich und Amerika.

2. Eine Schürze des 18. Grades (Leder gemalt).

3. Alte Andreasmeisterschürzen des 7. und 8. Grades.

4. Eine Schürze des 9. Grades des A. u. A. schottischen Ritus.

5. Eine Brustschärpe des 11. Grades des A. u. A. schottischen Ritus.

6. Zwei Hochgrad-Brustschilde.

7. Eine Anzahl alter Rosenkreuzerbijous.
 

Schaukasten Nr. 7

1. Schwerter verschiedener Johannis-Logen.

2. Konstutionsurkunde aus dem Jahre 1817. (5817)

3. eine Schärpe des 33. Grades des Obersten Rates von Deutschland.

4. eine Schärpe des 30. Grades des Obersten Rates von Deutschland.

5. 1 Brustband des 18. Grades des Obersten Rates von Deutschland.

6. 1 Logenpaß des 32. Grades des Obersten Rates von Deutschland.

7. 1 Logenpaß des 18. Grades des Supreme Conseil de France

8. Halsband und Orden des 33. Grades d. Obersten Rates v. Deutschland.

9. Ehrenurkunde f. Ernst II. Herzog v. Sachsen-Coburg-Gotha 1884.
 

Schaukasten Nr. 8

1. Eine Anzahl freimaurerischer Verpflichtungsscheine und Formblätter der Loge "Zur Harmonie".

2. Ein Logenhammer aus dem 18. Jahrhundert.

3. ... Logenpässe.

4. Logenabzeichen "Großen Nat. M.-L.z.d.3W.", das Brr. Dr. Streesemann trug.

5. Ehrenbrief aus der Zeit 1838.
 

Schaukasten Nr. 9

1. Verschiedene Brust- und Halsbänder des 4., 5., 6., 7., 8., 9. und 10 Grades der "Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland".

2. Zwei Original-Unterschriften der Brr. Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich III.

3. ... Stiche sowie ein Zeugnis des 3. Grades für Prinzen Bernhard von Weimar aus dem Jahre 1809.

4. Ein Abdruck eines Diploms des "Obersten Rates von Frankreich".

5. Eine feine Schnitzarbeit aus Elfenbein und Nußholz, Archimedes darstellend.
 

Schaukasten Nr. 10

Eine Sammlung erlesener freimaurerischer Kultgegenstände, wie Szepter?, Pokale, Hammer, Kanonen, Bibeln, Vasen, Blutschalen, .............? und Klingelbeutel. 1 Blutritual (9. Gr. d. Gr. L.L.d.F.v.D.).
 

Dekoration I

Ritualgegenstände des Druidenordens (VAOD) (Winkelloge).
 

Dekoration II

Ritualbekleidungsgegenstände des Odd-Fellow-Ordens (IOOF). Auf den Schaukästen befindet sich eine größere Anzahl von Logenbüchern?
 
 
 
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Ausstellungsraum 2



Schematische Darstellungen der in Deutschland gebräuchlichen Logensysteme.

1. Übersichtskarte der Sächsischen Logen.

2. Ein Freimaurerstilleben.

3. Eine Mitternachtsglocke der Loge "Apollo" in Leipzig.

4. eine Sammlung alter freimaurerischer Stiftungsurkunden und Logenpässe.

5. Abzeichen und Photographien von Feldlogen aus der Zeit des großen Völkerringens 1914-18.
 
 
 
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Ausstellungsraum 3

1. Altar aus Marmor (Nordhausen/Harz)

2. Bild "Tempelbau"

3. Bild "Johannis"-Schutzjünger der blauen Logen.

4. Mumie mit altem Holzsarg

5. Hieroglyphenstein.

6. Alte Logenuhr. (Harmonie 1799) (5799).

7. Gesetzes-Tafeln in hebräischer Schrift.

8. Freimaurerische Himmel-und Erdglobusse.

9. Konstitutionsurkunden.

10. Sammlung freimaurerischer Gedenkmünzen.

11. Säulen aus Messing.

12. Hyp?okrates (Figur des Schweigens) 4. Gr. (Holzbildhauerarbeit).

13. Logenfahne aus Magdeburg

14. Maurermäntel der Erkenntnisstufe. 5. Grad.

15. Säulen (gebrochen) J. u. B. (Gecken und Boas) usw.
 
 
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Aufnahmezeremonie


 


Der Aufzunehmende, auch Neophit oder Suchender genannt, wurde an einem von der Loge bestimmten Ort von einem Freimaurermeister/paten(?) dem er bereits vorher einen Revers unterschrieben hatte, demzufolge er sich verpflichtete, über alles in der Loge zu "hörende und zu sehende" Außenstehenden (Profanen) gegenüber strengstes Stillschweigen zu bewahren, abgeholt und in den Warteraum der Loge geleitet. Von dort aus wird er durch den vorbereitenden Bruder in die Vorbereitungskammer geführt, woselbst er einige Zeit allein gelassen wird. Dann wird er aufgefordert, sich sämtlicher Wert- und Metallgegenstände zu entledigen, den linken Schuh auszuziehen und einen Pantoffel anzulegen, Rock und Kragen abzulegen und die linke Brustseite zu entblößen und das rechte Knie freizulegen. Hierauf wird ihm noch als Letztes eine Augenbinde angelegt. So war nun der Neophit genügend (!!) vorbereitet und konnte in Begleitung seines Paten? Die Lehrlingsreise beginnen, die unter Umständen bis zu zwei Stunden lang treppauf und -ab führte. Während dieser Reise traten ihm die sogenannten Versucher entgegen, um ihn von seinem Vorhaben, Freimaurer zu werden, abzubringen. Nach Beendigung dieser Reise erscheint er an der westlichen Pforte des Tempels und begehrt durch (drei?)Klopfzeichen Einlaß. Im Tempel selbst angelangt, wird ihm vom Zeremonienmeister die Augenbinde abgenommen und gleichzeitig vom Meister vom Stuhl das Licht erteilt. Er ist somit Freimaurerbruder im ersten Grad. (Lehrlingsgrad).
 
 
 
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Der Lehrlings- und Gesellenteppich



Der besonderen Bedeutung wegen wird hier eingehend auf die sich auf dem Teppich befindenden Symbole eingegangen.

Dieser Teppich findet nur Verwendung bei Arbeiten im 1. Grad (Lehrlings-Grad) und bei Arbeiten im 2. Grad (Gesellen-Grad). Er stellt ein längliches Viereck dar, das den Grundriß des Tempels Salomos zeigt. Er ist von einem Rahmen umgeben, der von drei Toren, zwei offenen und einem geschlossenen, unterbrochen wird. In diesen Rahmen (von Freimaurern auch Loge genannt) soll:
Niemals ein Außenstehender oder "Profaner" hineingelangen und niemals etwas von den dort gehaltenen "Arbeiten" in die Außenwelt gelangen.

Unterhalb? dieses Rahmens, dessen 4 Seiten die Himmelsrichtungen Ost und West, Süd und Nord versinnbildlichen, befinden sich die Glieder dieses Bundes auf dem ganzen Erdenrund. Ohne Unterschied von "Nationalität, Rasse, Religion und Weltanschauung", denn stark? ist nur eine Loge, deren Boden die weite Erde und deren Decke der Himmel ist. In seiner weiteren Symbolik wird der Teppich in 16 Bilder? aufgeteilt und zwar in fünf Gruppen: vier zu je drei und eine zu 4 Bildern.
 

Die drei Zieraten

sind dem jüdischen National-Heiligtum, dem Tempel Salomos entnommen. Dieser Tempel ist für den Freimaurer in seiner moralischen Bedeutung als der Tempel seines Inneren gedacht, "der durch gemeinsames Schaffen und Bauen" dieses Bundes auszugestalten ist. (Siehe Br. Otto Hieber "Der Johannislehrlingsgrad" 1919).

1. Das musivische Pflaster bildet die Grundfeste des Tempels und soll das feste Gefüge und die Unsterblichkeit des Freimaurerbundes darstellen.

2. Der flammende Stern (Pentagram) versinnbildlicht "das ewige Feuer", das im Tempel Salomos zu Jerusalem brannte, an dem das Licht angezündet wurde, das seine übrigen Räume erleuchtete.

3. Das Vereinigungsband ist die Kordel, welche den Vorhang vor dem Allerheiligsten des Tempels Salomos hielt und verschloß? (Nach Br. Otto Hieber ist dem Freimaurer in seiner vollen Einweihung doch eine Grenze gesetzt, indem ihm das Allerheiligste unzugänglich ist, wie es auch jener innerste Raum des Salomonischen Tempels war, der die Bundeslade enthielt, in den selbst der hohe Priester im Jahre nur einmal eintreten durfte um "Jehova" zu opfern.)
 

Die drei unbeweglichen Kleinodien

versinnbildlichen die Aufgabe, die der Br. Freimaurer durch sein Schaffen zu erfüllen hat. "Unbeweglich", weil sie den für alle Zeiten festliegenden Plan der Entwicklung und Bearbeitung des Menschen der Freimaurerei darstellen, ihn durch gewisse "Methoden" geistig so formen, daß er einst als brauchbares und fügsames Glied im Tempel Salomos seinen Platz finde.

4. Der rauhe, unbehauene Stein im Norden stellt den Neophit oder Lehrling dar, der erst durch das Zusammenwirken der Brüder zum

5. "Behauenen Stein" gegenüber im Süden werden soll, welcher die Gesellen darstellt.

6. "Der fertige Kubus" und darüber der Tempel Salomos mit seinen sieben Stufen stellt den Weg dar, den der Freimaurer von unten? kommend nach Osten zurückzulegen hat, um von Stufe zu Stufe immer mehr maurerische Vollkommenheit zu erlangen und die Meisterweihe zu erhalten.
 

Die drei beweglichen Kleinodien

die stets im Gebrauch sind.

7. die Wasserwaage trägt der 1. Aufseher.

8. Das Senkblei trägt der 2. Aufseher.

9. Das Winkelmaß trägt der Meister vom Stuhl als Zeichen der Aufsicht und Kontrolle über die Loge.

Diese drei Symbole werden auch im "Zeichen" der ersten Grade angewendet: z.B. Im Lehrlingszeichen, woselbst die rechte Hand rechtwinkelig gestellt an den Hals gesetzt wird (Winkelmaß) um dann waagerecht nach rechts gezogen zu werden (Wasserwaage) und dann senkrecht fallen gelassen wird (Senkblei).
 

Die drei Werkzeuge

10. Der Hammer versinnbildlicht einen doppelten rechten Winkel und stellt in der Hand des "Meisters vom Stuhl" die ihm vom Großlogengesetz verliehene Macht dar. Gibt der Meister vom Stuhl mit dem Hammer einen Schlag, so haben alle anwesenden Brüder im "Zeichen" zu stehen. Die beiden Aufseher führen auch je einen Hammer und unterstützen damit den Meister vom Stuhl bei der Ausführung seiner Macht.

11. Der Zirkel versinnbildlicht den Griff der Freimaurer (d.h. mit dem Daumen dreimal auf den Zeigefingers des anderen Bruders drücken). Er stellt auch die Vereinigung aller Brr. Freimaurer auf dem ganzen Erdenrund dar.

12. Die Kelle gibt das geheime Erkennungswort der Freimaurer wieder (Nach Br. O. Hieber: Der Johannis-Lehrlingsgrad, Heft 2, S. 37, 1919, drückt der zweite Aufseher "Salomos Siegel", das "Besiegel der Verschwiegenheit" auf des Aufzunehmenden Zunge, indem er mit dem Dreieck der Kelle die Zunge des Betreffenden berührt.)
 

Die vier Gleichnisse

13. Die Sonne, der Meister vom Stuhl gleicht, der die Loge regiert und die Brr. geistig erleuchtet.

14. Der Mond ist das Sinnbild für die beiden Aufseher, sie strahlen unter Aufsicht des Meisters vom Stuhl das Licht, das sie von ihm erhalten, wieder zurück auf die übrigen Brr.

15. Die Sterne sind die übrigen Brr., die alle dem Neuaufgenommenen als Wegweiser behilflich sein sollen.

16. Die beiden Säulen "J" und "B" (Jakin und Boas), die Lehrlings- und Gesellensäulen, wurden bei dem Bau des Tempels Salomos in Jerusalem als erste errichtet (1. Kön. 7. 21.) Dort erhielten die Lehrlinge und Gesellen auf ihre geheimen Erkennungsworte hin (die mit den Namen der Säulen identisch sind) ihren Lohn ausgehändigt.
 
 
 

 

 
         





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Geschichte: 
20.Jahrh.
Infos über Freimaurer
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